DENNIS OPPENHEIM in Wien und Budapest (Galerienoffensive)

Mario Mauroner, neu in Wien, aber lange schon in Salzburg und auf internationalen Kunstmessen tätig und Kovács Gábor, seit einem Jahr in der großzügigen Galerie in Budapest, zeigen parallel einige Aspekte des weltweit bekannten amerikanischen Künstlers Dennis Oppenheim. Der Schwerpunkt in Wien bei Mauroner ist bei Objektinstallationen, es wird ein Überblick über das Schaffen des Künstlers versucht, soweit man das in  einer wenn auch geräumigen Galerie schafft. In Budapest sind vorwiegend neue Modelle für Arbeiten im öffentlichen Raum und ganz neue grafische Arbeiten zu sehen - gemeinsam gelingt ein ansprechendes Porträt, was eigentlich eine museale Aufgabe zeitgenössischer Kunst wäre. Die Klammer zum Österreich-Ungarn Projekt ist Lórand Hegyi, der in Wien als Museumsdirektor Internationalität jenseits von Westkunst produzierte. Die Dreifaltigkeit von Museumsdirektor (jetzt Neapel und St.Etienne) dem Galeristen und dem Künstler wie auf Bild 1 oben scheint gut zu funktionieren - die Körpersprache signalisiert gelassenes Einverständnis. Der "Master of Desaster" wie sich Oppenheim selbst charakterisiert, zeigt immer wieder doppelbödige Arbeiten, die einerseits der Menschen Not mit sich selbst signalisieren, andererseits einen mitunter schrägen Lösungsversuch des Problems andeuten. Oppenheim entzieht sich einer Einordnung in den Raster von Kunstperioden, den Sandkastenspielen der Mächtigen begegnet er mit ironischer Distanz, den überbordenden Emotionen geht er auf den Grund. Er ist ein Meister nonverbaler Bezüge im Zusammenleben von Menschen.

Kunst im öffentlichen Raum:  Aachen   Leoben   Buenos Aires   Valladolid   Buenaventura   Freiburg

<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<