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Im Hofmobiliendepot, Möbel Museum Wien, in der Andreasgasse 7, läuft derzeit eine ziemlich umfassende Schau auf das Lebenswerk von Jean Prouvé, und das scheint kein Zufal zu sein. Die klaren, einfachen, handwerklich durchdachten Möbel und Bauteile entsprechen einem Wunsch, der wieder aufzutauchen scheint, nach all den artistischen Superlativen, wieder einfaches, praktikables, formschönes, brauchbares und billiges Design in Erwägung zu ziehen. Jean Prouvé war als Designer, Künstler, Handwerker und Architekt tätig, hatte aber kein Architekturstudium, und konnte nach vielen Jahren erfolgreicher Tätigkeit seine Firma, die sehr handwerklich ausgerichtet war, in der er auch auf die Mitarbeiter setzte, nach neuen gesetzlichen Regelungen so nicht mehr fortsetzen. Neben den auf Materialkenntnis basierenden Entwürfen, zeichnete sich der Allroundkünstler auch durch ein hohes Maß an sozialem Einfühlungsvermögen aus. Er brachte die Dinge auf den Punkt, er fand immer wieder den denkbar einfachsten Weg zum Ziel, mitunter auch so, dass die späteren Nutzer, z.B. Jugendliche für ein Jugendhaus, selbst an der Arbeit beteiligt werden konnten.
Dabei waren ihm einige richtungsweisende ERfindungen gelungen, auf die später sehr berühmte Architekten verwiesen, und sich davon inspirieren ließen.
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